Montag, 7. Oktober 2013

OECD-Beschwerde gegen SOCO und seine Pläne im Virunga Nationalpark nach Öl zu bohren


Unser Lieblingstweet des Tages stammt heute von unserer Kollegin Yael vom WWF UK:
Unsere WWF UK Kollegen haben heute früh stellvertretend für das WWF Netzwerk einen weiteren Meilenstein in unserem Kampf für den VirungaNationalpark gelegt. Sie haben bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Beschwerde gegen SOCO eingereicht – und gleichzeitig ein Exemplar zu SOCO gebracht.

Unsere Ziele:

  1. Den Investoren von SOCO und den Regierungen zeigen, dass SOCO die OECD Leitlinen bricht
  2. und damit den Druck auf die britische Ölfirma steigen lassen, damit sie die Ölerkundungen in Virunga stoppt.

Diese Beschwerde ist ein Kernelement in unserem Kampf gegen die Ölerkundungen in Afrikas ältestem Nationalpark – über ein Jahr haben wir daran gearbeitet, Fakten gesammelt, überprüft und in einem finalen Dokument zusammen getragen. Dabei wurde uns von unterschiedlichen Quellen berichtet, dass SOCO die Gegner ihrer Vorhaben mit Sicherheitskräften eingeschüchtert und bei Verhandlungen mit Gemeinden essentielle Informationen über Umweltgefahren zurückgehalten hat. SOCOs eigene Risikoabschätzung besagt, dass schon die Erkundung von Ölfeldern das fragile Ökosystem in Afrikas ältestem Nationalpark gefährdet. Damit sind die Lebensgrundlagen für über 50.000 Menschen bedroht.

Die OECD spielt eine wichtige Rolle in internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Sie versucht durch Kooperation und gemeinsame Richtlinien mit Staaten weltweit dafür zu sorgen, dass sich Unternehmen verantwortungsvoll verhalten. Dazu dienen die OECD – Leitsätze für multinationale Unternehmen bei Auslandsinvestitionen. Darin steht zum Beispiel, dass Unternehmen keine Menschenrechtsverbrechen begehen dürfen und auch dafür Sorge zu tragen haben, dass unbeteiligte Dritte nicht negativ von den Auswirkungen ihrer Geschäfte betroffen werden.

Wir sind überzeugt: SOCO gefährdet im Virunga-Nationalpark Menschen, Tiere und ihre Lebensräume – und verletzt damit die Umwelt- und Menschenrechtsrichtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Jetzt liegt es an der OECD Behörde in Großbritannien unsere Beschwerde zu prüfen. Dazu hat sie mehrere Monate Zeit - aber der Stein ist jetzt ins Rollen gebracht!

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