Mittwoch, 16. Oktober 2013

Reuters berichtet mit Kurz-Doku über die Ölbohrungen im Virunga Nationalpark

Es bewegt sich was! Die weltweit größte Nachrichtenagentur Reuters hat eine kurze Video-Dokumentation zu Virunga veröffentlicht.



Darin wird unter anderem unsere Studie angesprochen, die zeigt, dass Virunga das wirtschaftliche Potential von einer Milliarde US-Dollar besitzt, wenn man statt auf Ölbohrungen auf nachhaltigen Tourismus, Fischfang und Wasserkraft setzt.

Zudem wird unser Kollege Raymond Lumbuenamo (WWF DRC National Coordinator) kurz interviewt:
Wenn wir den Virunga Park zu Ölförderung freigeben, verkaufen wir ihn ein für allemal an SOCO. Aber wenn wir Virunga zu einem Juwel machen das jeder besichtigen will,  können wir den Park eine Million Mal verkaufen und das fast in alle Ewigkeit. Wenn wir dort Öl fördern lassen, gibt es jedoch kein Zurück mehr.
[via Zeit Online]

Kommentare:

  1. Schöner Report, nur der Schluss könnte ein bisschen weniger abrupt und pessimistisch sein ... denn trotz allem gibt es Hoffnung auf Frieden. Wir dürfen nicht aufhören in unserer Aufmerksamkeit und den Argumenten für angeblichen Reichtum und Wirtschaftswachstum durch Ölförderung keinen Raum geben. Denn jeder weiß, dass D.R. Kongo genug Bodenschätze hat, um ein reiches Land zu sein. Den Bürgern ist das bis jetzt nicht zugute gekommen, und das wird mit der Ölförderung nicht anders sein. Umweltzerstörung und Armut für die Menschen, Milliarden für eine mafiöse Regierung und ausländische Konzerne, in Nigeria ist das nur zu gut zu sehen. Ölförderung zerstört das Land noch mehr als der Abbau von Gold, Coltan, Kupfer etc. Und wenn diese Bodenschätze dem Land schon nichts anderes als Krieg gebracht haben und den Menschen keinen Wohlstand - warum sollte das mit Öl nun anders sein?

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    1. Ja, das Ende ist nicht gerade perfekt. Gerade auch weil in gewisser Weise die Un-Machbarkeit der wirtschaftlichen Alternativen unterstellt wird. Das aber gerade Ölförderungen die Probleme nicht kleiner machen wird, wurde leider nicht erwähnt.

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